Ode an den Afrika-Cup

Zum Auftakt des Afrika-Cups am heutigen Tage, möge noch einmal eindringlich auf die Folgen des Konsums von Afrika-Cup Spielen hingewiesen werden.

Als Fußballjunkie hat man etanzende spieler 2s nicht leicht. Kaum hat man sich an die wohltuende Dosis an Bundesliga und Champions League gewöhnt, steht alle Jahre wieder die harte Zeit des Entzugs an: die Winterpause. So mancher Süchtige überbrückt heutzutage die winterliche Tristesse mit der Premier League, andere wechseln die Sportart und schauen sich Wintersport an oder lassen sich vom „Dartfieber“ anstecken. Doch in Zeiten, als Winterpausen noch länger dauerten, es noch keine Livestreams gab und höchstens alle zwei Wochen ein FA-Cup Spiel auf DSF lief, da musste man als Fußballjunkie auf andere Methoden zurückgreifen.

Summenformel: ACN

Die wohl wirksamste Ersatzdroge jener Zeiten: die höchst benebelnde Substanz ACN (African Cup of Nations). Denn das afrikanische Pendant zur Europameisterschaft stellt etwas ganz besonderes dar: es ist das Heroin eines jeden Fußballsüchtigen. Wer so weit ist, dass er freiwillig den Afrika-Cup anschaut, der darf sich selbst als Teil der absoluten Fußballjunkie-Elite betrachten. Jeder, der schon jemals den Afrika-Cup auf Eurosport gesehen hat, weiß wovon hier die Rede ist. Doch genau das wird gebraucht, um die Depressionen der Winterpause überstehen zu können. Durch die tägliche Dosis ACN wird man in einen Zustand versetzt, der nicht im Geringsten mit dem Konsum eines Bundesliga- oder Champions League Spiels zu vergleichen ist. Man fühlt sich, als wäre man in einer anderen Welt. Wenn man sich an einem wolkenverhangenen Sonntagnachmittag im Januar Niger – Burkina Faso anschaut, entsteht im Kopf eine innere Leere, wie man sie sonst nicht kennt. Ein richtiger Vollrausch ist ein Dreck dagegen. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Abhängige sich mit einer Überdosis ACN auf dem heimischen Sofa ins Reich der Träume befördern. Sozusagen der goldene Schuss.

Nebenwirkungen

Das Problem an ACN ist, dass es nur alle zwei Jahre für etwa drei Wochen konsumierbar ist. Winterpausen, in denen es kein ACN gibt, stellen für den gemeinen tanzende spielerFußballjunkie den absoluten Horror dar, Cold Turkey gewissermaßen. Ein Glück für alle Süchtigen, dass der Afrika-Cup aufgrund der terminlichen Umstrukturierung dieses Jahr schon wieder ausgetragen wird. Auch wenn dieses Mal der Rückrundenauftakt der Bundesliga mit dem Beginn des Afrika-Cups zusammen fällt, so wird der wahre Junkie keinesfalls auf den Genuss von ACN verzichten. Und mal ganz ehrlich: ob Fortuna Düsseldorf – FC Augsburg oder Angola – Marokko, da gibt es höchstens marginale Unterschiede. Unter dem Einfluss von ACN sieht man die Bundesliga plötzlich mit ganz anderen Augen. Jedem Fußballsüchtigen kann nur geraten werden, sich soviel ACN wie möglich einzuflößen, denn der nächste Afrika-Cup findet erst wieder in zwei Jahren statt. Außerdem ist der Stoff völlig legal und den Dealer des Vertrauens kennt auch jeder.

Wer noch mehr Informationen über den Afrika-Cup haben möchte, dem ist folgende Seite zu empfehlen:
http://www.afrika-cup.de/

„Ich verspreche keine Tore. Ich verspreche nur zu laufen wie ein Schwarzer, um zu leben wie ein Weißer.“
Samuel Eto’o während seiner ersten Pressekonferenz beim FC Barcelona

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